Hvozd (Hochwald)

Ist einer der bedeutendsten Berge des Lausitzer/Zittauer Gebirges und der zweithöchste Berg des Zittauer Gebirges. Sein auffallender Phonolithkamm mit zwei Gipfeln liegt an der deutsch-böhmischen Grenze etwa 2 km östlich von Krompach (Krombach) und 2,5 km südöstlich von Oybin.

Der südliche (Haupt-) Gipfel (750 m) besteht aus einem auffallenden Felsen, der früher Ilmenstein oder Kreuzstein genannt wurde. Bereits 1786 stand hier ein aus zwei Baumstämmen bestehendes hölzernes Kreuz, das die Stelle bezeichnete, an der die Grenzen der Herrschaften Jablonné (Deutsch-Gabel), Zákupy (Reichstadt) und Zittau zusammentrafen. Heute verläuft hier die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik. Schon 1787 liess ein nicht näher genannter Zittauer Ratsherr auf der sächsischen Seite eine Treppe von 84 Stufen bauen, von der Teil auch heute noch benützt wird. Der Nordgipfel (744 m) liegt auf deutschem Gebiet und wurde im 19. Jahrhundert Glamscher Stein oder Johannisstein genannt.

Auch heute ist der Hochwald ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Der Haupt-Anziehungspunkt ist der Aussichtsturm auf dem Nordgipfel, unter dem sich das Restaurant "Turmbaude" und eine kleine Aussichtsterrasse befindet. Auf dem Südgipfel steht das Restaurant "Hochwaldbaude" und eine Aussichtterrasse, über die die Staatsgrenze verläuft. Von der benachbarten böhmischen Baude stehen nur noch einige Reste der Grundmauern. Im der Mitte der Terrasse wurde am 25. Juni 2000 ein neues hölzernes Kreuz aufgerichtet, das zu Ostern 2001 eingeweiht wurde. Es trägt eine Inschrift in zwei Sprachen, deutsch und tschechisch: "Einer trage des Anderen Last - Jeden druhého břemena neste".

Der Aussichtsturm bietet eine schöne Rundsicht über die weite Umgebung. Im Norden sind die Zittauer Berge mit dem malerischen Erholungsort Oybin, umgeben von den bewaldeten Gipfeln des Buchbergs, Jonsbergs und Töpfers, hinter denen sich die gewellte Landschaft der Oberlausitz mit Zittau breitet. Im Osten ragen die Berge der Umgebung des Popova skála (Pfaffstein), der lange Ještědský hřbet (Jeschkenkamm) in die Höhe und am Horizont kann man bei günstigem Wetter die Jizerské hory (Isergebirge) und Krkonoše (Riesengebirge) sehen. Der weiten Landschaft um Česká Lípa (Böhmisch-Leipa) im Süden dominiert der Jezevčí vrch (Limberg) mit den auffallenden Bergen Tlustec (Tolzberg) und Ralsko (Roll), während aus dem Hintergrund die Trosky, Bezděz (Bösig), Říp (Georgsberg), Vlhošť (Wilsch) und Ronov (Ronberg) aufsteigen. Im Südwesten breitet sich das České středohoří (Böhmisches Mittelgebirge) mit dem auffallenden Sedlo (Geltschberg), seinem höchsten Punkt Milešovka (Milleschauer, Donnersberg) und dem unauffälligen Buková hora (Zinkenstein) mit seinem Fernsehsender aus, weiter im Westen sieht man dann das Lužické hory (Lausitzer Gebirge) mit den Dominanten Klíč (Kleis), Studenec (Kaltenberg), Pěnkavčí vrch (Finkenkoppe) und Luž (Lausche). In der entfernteren Böhmisch-sächsischen Schweiz ragen besonders der Růžovský vrch (Rosenberg), der Grosse Winterberg und der Děčínský Sněžník (Grosser Schneeberg) zum Himmel, am Horizont kann man auch den Kamm der Krušné hory (Erzgebirges) erkennen.
Die Terrasse neben dem Aussichtspunkt ermöglicht nur eine beschränkte Aussicht nach Nordwesten auf den Luž (Lausche), den Buchberg und Jonsberg, während man von Südgipfel des Hvozd (Hochwald) hauptsächlich die böhmische Seite des Lužické hory (Lausitzer Gebirge), das České středohoří (Böhmisches Mittelgebirge), die Jizerské hory (Isergebirge) und die Krkonoše (Riesengebirge) überseen kann.

Zdroj: www.luzicke-hory.cz