Panská skála (Herrensteine)

GPS: 50° 46' 10.00 / 14° 29' 05.68, výměra 1,26 ha. II zóna CHKO

Dies ist eines unserer populärsten und am häufigsten besuchten Schutzgebiete. Es ist ein Überbleibsel einer nicht allzu großen Basaltkuppe (597 m) aufragend aus der oberen Fläche zwischen Kamenicky Senov und Prachen. Ihr Namen entstand aus der Übersetzung des deutschen Begriffs „Herrnhausfelsen“ (Herrenhaus = pansky dum), entliehen von der älteren volkstümlichen Bezeichnung Gehörnhaus. Mit dem Wort „Gehörn“ bezeichnete man seinerzeit die vorhandene Felsenform. Ursprünglich war hier eine etwa 30 m hohe kahle Kuppe mit drei Kreuzen auf der Spitze, genannt Kalvarie oder Kreuzhöhe. Bereits vor dem Ende des 18. Jahrhunderts brach an ihnen ein Prachener Bauer die Basaltstangen, welche man für Türstöcke, Fensterstöcke und andere Säulen verwendete. Durch den Abbau wurde schrittweise der innere Aufbau der Kuppe enthüllt, welcher durch schlanke Basaltstangen gebildet wird. Die regelmäßigen vier- bis sechseckigen Stangen sind ca. 15 m lang und haben einen Durchmesser um die 20 – 25 cm. Im Zentrum der Kuppe stehen sie fast senkrecht, aber Richtung Rand neigen sie sich allmählich, weshalb sie der Höhe nach, wie die Pfeifen einer Orgel aufgereiht sind, und die Leute die Felsen Orgel nennen.
Diese einzigartige Gestalt des säulenartigen Basalts wäre mit dem fortschreitenden Abbau sicher verschwunden, wenn sich um ihren Erhalt nicht eine Reihe von Leuten verdient gemacht hätte. Einer von ihnen war Professor Josef Emanuel Hibsch (1852-1940), welcher in der Zeit an der Landwirtschaftlichen Akademie in Decin-Libverda wirkte und sein Leben dem Studium der Geologie der böhmischen Mittelgebirge widmete.
Die säulenartige Ausbildung ist eine Eigenschaft des jungen Auswurfs und hängt mit dem Zusammenziehen des Magmas während des Abkühlens und Erhärtens zusammen. Die Säulen sind senkrecht zur Fläche des Abkühlens. Ihr Querschnitt hat die Form von Fünf- oder Sechsecken, Ausnahmsweise kann es sich auch um andere Vielecke handeln. Teil des jetzigen Naturdenkmals ist auch ein kleiner See, welcher durch Niederschläge in ausgehobenen Grund entstand. Interessantist der großflächige Bewuchs mit Blaubeeren auf der Nordseite der Steinorgel, da die Blaubeere den gewöhnlichen Basalt nicht besiedelt.
Die Rettung der Herrenfelsen wurde einer der Hauptziele des ceskolipskaer Ausflugsklubes, der am 10. April 1878 gegründet wurde. Ihre Bemühungen waren lange ohne Erfolg, weil die Gesetze zum Schutz der Natur noch nicht existierten und der Böhmische Landausschuss den Antrag zum Ankauf der Felsen ablehnte mit der Begründung, dass für einen solchen Zweck kein Geld zur Verfügung steht. Im Jahr 1902 wurde deshalb in Decin eine Vereinigung zur Rettung der Herrenfelsen gegründet, welche sich bemühte das benötigte Geld in einem Schutzfond zu sammeln, mit Hilfe einer Lotterie der guten Tat, dem Verkauf von Souvenirs der Felsen und ähnlichem. Im Jahr 1904 gelang es zumindest die Förderung von weiterem Basalt in der Spitze des Felsens zu stoppen, jedoch die Förderung ging in den Vorfeldern weiter, wo später der See entstand. Im November 1906 wurde mit der Besitzerin des Steinbruchs ein Abkommen geschlossen, zur Anmietung des Hauptteils für 6 Jahre, für die Jahresmiete von 300 Kronen, welche durch die Zinsen des Schutzfonds und aus Beiträgen der Berggemeinschaft für die Böhmische Schweiz und der Kreisabgeordneten aus Ceska Kamenice geleistet wurden. Nach dem Auslaufen des Vertrages im Januar 1913 nahm die Besitzerin die Förderung wieder auf und für eine erneute Vermietung forderte sie die zweifache Summe, für welche das gemeinsame Kapital aber nicht mehr ausreichte. Erstmals nach wiederholter Intervention wurde am 12. März 1913 der weitere Abbau durch die Deciner Hauptmannschaft unterbrochen und nach einer kommissionellen Verhandlung vor Ort wurde am 30. April 1913 die Förderung von Steinen an den Herrenfelsen verboten. Im Jahr 1914 wurden die Felsen durch den Kreisausschuss in Ceska Kamenice für 20 000 Kronen aufgekauft und seit dieser Zeit sollten sie geschützt sein. Während des 1. Weltkrieges wurde aber gegen alle Proteste die Förderung wieder aufgenommen und dies wurde auch zwischen den Kriegen fortgeführt. Im Jahr 1939 wurde sogar erwogen die gesamte Fläche zwischen Felsen und Straße abzutragen, wo eine touristische Attraktion mit Park entstehen sollte, und letztlich die geförderten Säulen zur Befestigung der U-Bootbunker auf der Insel Helgoland dienen sollten. Zur Durchführung dieses Planes kam es aber nicht, so dass nach Ende des Krieges im Jahre 1948 die Förderung an den Herrenfelsen endgültig verboten wurde. Die gestörte Felswand wurde konserviert und im Jahr 1953 wurden die Felsen zum Naturreservat ausgerufen. Heute haben die Herrenfelsen das Statut als nationales Naturdenkmal und sind die am meisten besuchten geologischen Gebilde im ältesten privaten Reservat Böhmens, wohl bekannt auch den Geologen aus dem Ausland. Weniger bekannt, aber darum mächtigere Felswand aus Basaltsäulen ist die nicht weit entfernte Goldene Höhe.
Von der Höhe der Herrenfelsen ist es ein hübscher Ausblick in die Umgebung. Im Westen hinter Kamenicke Senov ist der Smrcik zu sehen, rechts von ihm öffnet sich der Blick nach Ceske Kamenice mit der Schlosshöhe und dahinter befinden sich die bewaldeten Kuppen der böhmischen Schweiz mit der Dominanten Ruzevskeho Höhe. Auf der nördlichen Seite ist die Senovsky Höhe mit der entfernteren Schafshöhe, hinter denen sich der Horizont der lausitzer Berge mit dem Studenten, der Chribskaer Höhe, dem Javor und der Jedlova schließt. Östlich der Herrenfelsen ist die Siedlung rachen mit einer bewaldeten Aussicht. Nordöstlich der Siedlung zieht sich der Rücken des Obrazka mit den Kluckami dahin, hinter ihnen schaut der spitze Klic und hinten rechts von ihm die Grüne- und die Dachshöhe hervor. Im Südosten öffnet sich der Anblick nach Novy Bor zur Chotovicky Höhe, Slavicek und Tisova Höhe mit dem Ralsko dahinter. Den Ausblick aus Süd versperrt das bewaldete Massiv des Kamenik mit dem Böhmischen Felsen.
Am südöstlichen Fuß des Herrenfelsen steht die Mariensäule, aufgestellt zum Gedenken an einen jungen Gesellen und eine Witwe, welche hier in einem Wintersturm in der Nacht des 18. Januar 1739 erfroren. Ihr genaues Alter ist uns nicht bekannt. Wir können höchsten vermuten, dass sie bereits im Jahr 1739 aufgestellt wurde. Sollten wir allerdings der volkstümlichen Tradition folgen, so wurde nach ihr die Säule durch den Prachener Richter Christian Palme gebaut, dann geschah dies wohl nach 1773. Im Jahr 1838 ließ Christians Sohn Sebastian die Säule renovieren, und weitere Reparaturen folgten im Jahr 1924. Im Januar 2001 wurde die Säule durch einen unbekannten Vandalen umgeworfen und zerbrach in unzählige Stücke. Zum Glück gelang es sie zu reparieren, so dass sie ab dem Sommer 2002 wieder an ihrem Platz, in voller Schönheit, stand. Die Säule wurde seinerzeit von sechs Linden umgeben, von denen nur noch eine geblieben ist. Im Jahr 2006 wurden bei ihr drei junge Bäume gepflanzt.

Quelle: www.kulturaks.cz